| Müdigkeit / Erschöpfung |
Erhöhtes Tagesausmaß an Müdigkeit, verminderte körperliche Belastbarkeit |
1. Pacing – Aufgaben in kurzen, gut machbaren Abschnitten planen. 2. Leichte körperliche Aktivitäten (Spaziergänge, sanftes Dehnen) fördern Entgiftung. 3. Schlafhygiene – regelmäßige Schlafenszeiten, Schlafumgebung optimieren. |
| Xerostomie (Mundtrockenheit) |
Mundtrockenheit, Schluckbeschwerden, erhöhter Karies‑Risiko |
1. Kaugummi (zuckerfrei), Speichelstimulatoren. 2. Saliva‑Substitutions‑Produkte (z. B. Kremodex, Sali‑S. 3‑Tages‑Spülung). 3. Hydratation – kleine, häufige Schlucke, vermeiden von koffeinhaltigen Getränken. |
| Niedrige Blutwerte (Myelosuppression) |
Anämie, Neutropenie, Thrombozytopenie → Müdigkeit, Infektionsrisiko |
1. Regelmäßige Blutbild‑Kontrollen vor jeder Behandlung. 2. Erythropoese‑stimulierende Mittel (bei Bedarf). 3. Antibiotikahygiene – Vermeidung von Risikogruppen, ggf. Prophylaxen. |
| Übelkeit & Erbrechen |
Reduziert Essgewohnheiten, Nährstoffaufnahme |
1. Antiemetika – z. B. Ondansetron, Metoclopramid vor und nach Injektion. 2. Leichte, häufige Mahlzeiten – fettarme, leicht verdauliche Kost. 3. Hydration – kleine Mengen, z. B. Kokoswasser, verdünnte Säfte. |
| Nieren‑ und Leberfunktion |
Belastung der Organe, ggf. Einschränkung von Zusatzmedikamenten |
1. Hydration – 2–3 L Wasser pro Tag (nach ärztlicher Anweisung). 2. Vermeidung von nephrotoxischen Medikamenten (z. B. NSAIDs). |
| Psychische Belastung |
Angst, Depression, Stress, Einschränkung sozialer Aktivitäten |
1. Psychologische Begleitung – regelmäßige Gespräche, ggf. CBT. 2. Selbsthilfe‑Gruppen – Austausch mit anderen Betroffenen. 3. Einfache Tagesstruktur – klare Routinen schaffen Sicherheit. |
| Mobilität & Schmerz |
Lokale Tumorprogression kann Schmerzen verursachen |
1. Schmerzmanagement – multimodale Therapie (NSAIDs, Opioide, Physio). 2. Physiotherapie – Mobilität erhalten, Muskelkraft erhalten. |